Geschichte von Dracholin

Erster Schritt in die Selbstständigkeit

Ernst Fritz

Hans Fritz

1936 gründen Hans Fritz und Ernst Fritz mit seiner Frau Anna eine Seifenfabrik in Marbach am Neckar. Den Vertrieb übernehmen größtenteils Öl- und Fetthändler.

Am 28. Juni 1939 wird der Betrieb als Firma E. und H. Fritz ins Handelsregister eingetragen. Die Produktpalette umfasst neben Seifen und Waschmitteln auch Schuhcreme und „Erma-Wachse“. Mit Kriegsbeginn am 1. September 1939 wird die normale Produktion unterbrochen.

Mit Rohstoffmangel produzieren

Nach dem Krieg wird in kleinem Maßstab – Rohstoffe gab es kaum – Schuhcreme und Wachs zum Pflegen der damals üblichen Holzfußböden produziert. In diese Zeit fällt auch die Herstellung von Haushaltskerzen, die vor allem in die Eifel geliefert werden, da die Haushalte dort noch keinen Strom hatten.

Lieferungen bis in die Schweiz und den Libanon

Mit Aufkommen von wasserabweisendem Silicon werden ab 1954 die Wachse und Schuhcremes sehr erfolgreich. Da die Städte noch in Trümmern liegen, verkaufen Händler die Produkte – jetzt unter dem Namen DRACHOLIN – an Marktständen. In großen Kaufhäusern werben ab 1955 Bildschirme für DRACHOLIN-Qualität, die reißenden Absatz findet. Bald gibt es DRACHOLIN auch in Drogerien. Für die Wachsproduktion wird 1957 der erste größere Fabrikneubau in Neuhausen/Erms bezogen.

Produktvielfalt und erste Fassadenfarbe

Als 1958 mehr und mehr Teppichböden en vogue werden, geht die Nachfrage nach Wachsen zurück. Als weitere Standbeine werden u.a. Möbelpolituren, Parkettversiegelungen und Fensterputzmittel für Gebäudereiniger entwickelt und hergestellt.

1959 erfolgt der Einstieg in die Kellerei von sortenreinen Obst- und Beerenweinen im Umfang von 25.000 Litern. Hans Fritz bestellte ein 200-Liter-Fass Kunststoff, um Styroporplatten zur Dämmung an die Tanks zu kleben. Aus den Resten dieses Kunststoffes stellt er die erste Fassadenfarbe für einen Maler her. Die Herstellung von Fassadenfarben in verschiedenen Einfärbungen beginnt. Ab 1965 werden die ersten Silikatfarben und Silikatputze entwickelt.

Dieses Gespür für die Bedürfnisse des Marktes kennzeichnet die weitere Firmengeschichte. Mit wachsendem Erfolg sind die bisherigen Betriebsstätten bald zu klein, und der bisherige Firmensitz in Neuhausen bietet keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Das jetzige Firmengebäude in Metzingen wird 1981 bezogen und ist seitdem der Hauptsitz von DRACHOLIN.

In den Anfangszeiten wurden über 40 unterschiedlichste Produkte im Bereich der Pflege- und Reinigungsmittel hergestellt, das heutige umfangreiche Produktprogramm beinhaltet Farben, Putze und Wärmedämmsysteme.